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NEWSLETTER 01-2025
 
 
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  Liebe Leserinnen und Leser,  
 
 

Ende Februar hat Deutschland gewählt und die neue Koalition hat sich auf einen gemeinsamen Koalitionsvertrag geeinigt. Es bleibt abzuwarten, wie die kommende Regierung Maßnahmen in Bezug auf die Energiewende, Klimaschutz und Nachhaltigkeit umsetzen wird. Doch da die Energiewende keinen Aufschub kennt, gehen die Forschungsarbeiten am CC4E weiter.

Ich freue mich, seit November 2024 nun auch Teil des CC4E-Leitungsteams zu sein. Für die Wahl Ende 2024 möchte ich mich nochmals herzlich bedanken. Zur Forschung am CC4E habe ich in den letzten Jahren unter anderem durch das Forschungsprojekt Drones4Bats beigetragen, das vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz gefördert wurde. Ich freue mich, künftig weitere Verantwortung zu übernehmen.

Drones4Bats wurde kürzlich erfolgreich abgeschlossen und befasste sich mit der Einsetzbarkeit von Drohnentechnologie zum Erfassen von Fledermausaktivität im Rotorbereich von Windenergieanlagen. Hier kommt es regelmäßig zur pauschalen Abschaltung aus Artenschutzgründen. Das Ziel des Projektes war es, zur Minderung des Grün-Grün-Dilemmas aus Artenschutz und erneuerbarer Energieproduktion beizutragen. Weitere Informationen zum Projekt erhalten Sie in dieser Newsletter-Ausgabe.  

Darüber hinaus kann ich von weiteren guten Neuigkeiten berichten: Die HAW Hamburg hat am 1. März 2025 – nach langjähriger Vorbereitung – das Promotionsrecht für besonders forschungsstarke Bereiche erhalten. Neben den bisher üblichen kooperativen Promotionen werden wir zukünftig im Rahmen einer „Research School“ eigenständige Promotionen in drei Programmen durchführen. Insbesondere rückt das Promotionsprogramm „Sustainable Technology and Systems“ die bisherigen Forschungsschwerpunkte des CC4E weiter in den Fokus. Neben den zentralen technologischen Themen rund um erneuerbare Energieerzeugung, -effizienz, -übertragung und -nutzung gewinnen übergreifende Nachhaltigkeitsaspekte zunehmend an Bedeutung. Dies sind etwa die Minderung ökologischer Folgekosten, die Bewertung ökonomischer Auswirkungen und soziale Effekte, um die gesellschaftliche Akzeptanz der Energiewende zu steigern. Gleiches gilt für digitale Services, für den Einsatz künstlicher Intelligenz sowie Cybersicherheit, etwa in Kooperation mit dem Promotionsbereich „Computational Engineering and Applied Data Science“, oder auch für die Felder Kommunikation, Wissensvermittlung und Bildung. Das CC4E möchte allen Kolleginnen und Kollegen der HAW Hamburg, die in diesen 4E-Bereichen Promotionen anbieten möchten, eine Plattform bieten. Gemeinsam können neue Forschungsprojekte entwickelt und akquiriert werden, Publikationen erstellt, die Forschungsstärke sichergestellt sowie von den Netzwerken und der Kommunikationsexpertise des CC4Es profitiert werden.

Weitere Veränderungsprozesse finden im Rahmen der Hochschulstrategie „HAW 2030“ statt. Die Neuaufstellung der Hochschulstruktur sieht vor, künftig in insgesamt neun statt der bisherigen vier, also in mehr und stärker disziplinorientierte Fakultäten gegliedert zu sein. Das CC4E fungiert weiterhin als fakultätsübergreifende Instanz und schafft Raum für interdisziplinäre Zusammenarbeit und Austausch im Bereich der erneuerbaren Energien. Es wird zudem als Nukleus für fächerübergreifende Forschung und Lehre weiter an Relevanz gewinnen.

Ich freue mich auf die zukünftigen Fortschritte, die wir gemeinsam im Bereich nachhaltiger Forschung und Klimaschutz erreichen können und wünsche Ihnen viel Freude beim Lesen unserer ersten Newsletter-Ausgabe 2025 mit allen weiteren Neuigkeiten.

Ihre Tessa Taefi

(Mitglied des CC4E-Leitungsteams)

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Pilotanlage im Forschungsprojekt MEDEA in Betrieb
 

Das Projektteam von MEDEA (Methan-Dekarbonisierung mittels Mikrowellen-Niedertemperatur-Plasmacracking) hat eine Mikrowellen-Niedertemperatur-Plasmacracking-Anlage entwickelt und am Standort der Hamburger Energienetze GmbH in Tiefstack aufgebaut. Das Ziel: die klimafreundliche Gewinnung von Wasserstoff sowie festem Kohlenstoff (sogenanntem Carbon Black) aus Methan mittels Mikrowellenplasma.

Die Inbetriebnahme der Anlage sowie der anschließende Testbetrieb zur Erforschung der neuartigen Technologie läuteten im Herbst 2024 die zentrale Projektphase ein. Seitdem wurde die Pilotanlage im Rahmen von knapp 150 Stunden Testbetrieb intensiv erprobt. Dabei konnten wichtige Erkenntnisse zur Prozessführung, zur Stabilität des Plasmas und zur Ausbeute der Produkte gewonnen werden.

Neben der technischen Weiterentwicklung steht nun die wissenschaftliche Auswertung der Betriebsdaten im Fokus, um die Effizienz und Wirtschaftlichkeit des Verfahrens zu bewerten.

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Der Energiewende Campus auf YouTube
 
Verfolgen Sie unsere Forschung auch auf YouTube: Auf unserem Kanal des Energiewende Campus gibt es alles, was man über die Energiewende wissen muss – spannend, verständlich und kostenlos. Der Kanal wird vom CC4E der HAW Hamburg betrieben und bietet jede Menge Input zu den Themen erneuerbare Energien, Energieeffizienz und Zukunft der Energieversorgung. Hier werden auch wöchentlich Inhalte aus der vergangenen CC4E-Ringvorlesung veröffentlicht.

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Start des Projektes SimCyberGrid
 

Zum Januar 2025 startete das Forschungsprojekt SimCyberGrid am CC4E.  In diesem Projekt soll eine realitätsnahe Co-Simulation durch einen Hardware-in-the-Loop-Teststand mit Smart-Meter-Gateway-Schnittstellen aufgebaut werden, über welche per Internet- und 5G-Kommunikation virtuelle Cyberangriffe geprobt und Verteidigungs- und Härtungsmaßnahmen entwickelt werden.

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Abschluss des Projektes Drones4Bats

 

Das vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) geförderte und am CC4E angesiedelte Projekt Drones4Bats ist seit Ende Februar 2025 abschlossen. Ziel war es, Artenschutz und Windenergie zu fördern und Konflikte zwischen beiden Feldern zu reduzieren. Ein Forschungsteam der HAW Hamburg leitete es im Konsortium mit dem IoT-Chip-Spezialisten NXP Hamburg GmbH, dem Windparkprojektierer und -betreiber WindStrom Erneuerbare Energien GmbH und den Fledermausexperten Vespertilio.

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Im Gespräch mit X-Energy: Eine Starke Partnerschaft für die Energiewende

 

Die groß angelegte Forschungsinitiative X-Energy beschäftigt sich intensiv mit Wegen zu einem nachhaltigen und stabilen Energiesystem. Das Gesamtprojekt mit 24 Teilprojekten, rund 20 regionalen und überregionalen Unternehmenspartnern, 17 Professor*innen und 30 wissenschaftlichen Mitarbeiter*innen wird mit viel Herzblut von Lisa Pinkowski und Dr. Oliver Arendt vom CC4E gesteuert. Wir haben mit den beiden über die Ziele und den Status Quo von X-Energy, ihre Aufgaben im Projektmanagement und ihre persönliche Sicht auf künftige Herausforderungen gesprochen.

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Impulspapier „Erforderliche Weichenstellungen zur Überwindung der Hemmnisse im Wasserstoffmarkthochlauf“

 

Um auf die Brisanz der gegenwärtigen Hürden im Wasserstoffmarkthochlauf hinzuweisen, hat das am CC4E angesiedelte Projektmanagement Office des Norddeutschen Reallabors (NRL) gemeinsam mit ausgewählten NRL-Partnern kürzlich ein Impulspapier erarbeitet. Es adressiert den Dreiklang aus Kostentreibern, Klimaschutzverträgen und Kernnetz und wurde auf Wunsch des Länderbeirats erstellt, um Praxiserfahrungen und Erkenntnisse aus den NRL-Projekten herauszuarbeiten. Darüber hinaus wurde das Papier im Zuge der Koalitionsverhandlungen in die Arbeitsgruppe „Energie und Klima“ eingespeist und weiteren politischen Vertreter*innen zur Verfügung gestellt. Kernergebnisse: Hohe Kosten und Unsicherheiten zu rechtlichen Rahmenbedingungen erschweren den Abschluss von langfristigen Abnahmeverträgen für grünen Wasserstoff und bedrohen so den schnellen Hochlauf der Wasserstoffwirtschaft. Klimaschutzverträge sind zwar ein zentrales Förderinstrument, um unternehmensseitig Mehrkosten von Klimaschutzmaßnahmen kompensieren zu können, haben aber noch Optimierungspotenzial. Eingesehen werden kann das Papier hier.

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Delegationsbesuch aus Kenia

 

Am 21. März besuchte uns eine hochrangige Delegation aus dem kenianischen Energieministerium, begleitet von der kenianischen Botschafterin in Berlin, Amb. Stella Mokaya Orina. Die Delegierten waren einige Tage in Deutschland unterwegs, um sich zu grünem Wasserstoff zu informieren – da durfte ein Besuch des vom CC4E koordinierten Verbundprojekts Norddeutsches Reallabor (NRL) natürlich nicht fehlen. NRL-Koordinator Mike Blicker und Projektmanager Holger Wiertzema stellten den Gästen das Projekt vor und führten anschließend durch das Technologiezentrum Energie-Campus des CC4E. Kenia hat 2023 eine nationale Wasserstoffstrategie veröffentlicht und hat Pläne, in den nächsten Jahren zunächst für den eigenen Bedarf H2 zu produzieren (z.B. für Düngemittel), perspektivisch auch für maritime Kraftstoffe und Aviation Fuels. Aus dem intensiven Austausch folgte die Idee, eine Kooperation für gemeinsame Projekte anzustreben. Organisiert wurde der Delegationsbesuch von der GIZ (Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit GmbH).

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Abschluss der Studienreihe „Potentiale, Grenzen und Prioritäten. Grüner Wasserstoff für die Energiewende“

 

Grüner Wasserstoff ist ein wesentlicher Baustein für den Weg zur Klimaneutralität – doch noch ist er teuer, daher muss sein Einsatz mit Bedacht erfolgen. Der sechste und letzte Teil der am CC4E entstandenen NRL-Studienreihe „Grüner Wasserstoff für die Energiewende – Potentiale, Grenzen und Prioritäten“ identifiziert hierbei gegenläufige Trends: Zwar ist der Kostennachteil durch den Einsatz von grünem Wasserstoff anstelle von fossilen Energieträgern im Verkehrssektor am geringsten. Aus Effizienzüberlegungen gilt es aber eher den Industriesektor zu priorisieren. Um Anreize für die prioritäre Anwendung von grünem Wasserstoff dort zu schaffen, wo es keine wirtschaftlicheren klimaneutralen Alternativen gibt, empfehlen die Studienautoren Dr. Felix Doucet, Prof. Dr. Eric von Düsterlho, Jonas Bannert und Dr. Marina Blohm, den Fokus auf flankierende Mechanismen zu legen. Die gesamte Studie findet sich hier.

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Einladung: Tag der Energieforschung – Energieinfrastrukturen

 

Der Energieforschungsverbund Hamburg (EFH) und das Cluster Erneuerbare Energien Hamburg (EEHH) veranstalten am 14. Mai 2025 unter dem Generalthema „Energieinfrastrukturen“ den „Tag der Energieforschung“ in der Aula der HAW Hamburg (Berliner Tor). Im Rahmen der Veranstaltung werden wegweisende Forschungstätigkeiten im Bereich der Energieforschung aus der Metropolregion Hamburg präsentiert. Studierende, wissenschaftliche Mitarbeitende, Post Docs und Professor*innen haben die Möglichkeit, ihre entsprechenden Forschungsergebnisse und die dabei gewonnenen Erkenntnisse durch Vorträge oder Poster vorzustellen. Zusätzlich besteht die Möglichkeit zur Vernetzung zwischen den Teilnehmenden und Vortragenden. 

Der EFH ist ein Zusammenschluss der großen fünf Hochschulen in Hamburg im Bereich der Energieforschung. Beteiligt sind die Universität Hamburg (UHH), die Technische Universität Hamburg-Harburg (TU HH), die Helmut-Schmidt-Universität (HSU), die HafenCity-Universität (HCU) und die HAW Hamburg (CC4E).

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Ausblick: CC4E-Karrieremesse für die Energiewende

 

Die Folgen des Klimawandels sind stetig spürbar. Damit die Energiewende gelingt, müssen sich Akteure aus Politik, Gesellschaft, Forschung und Industrie notwendigen Zukunftsfragen stellen. Unternehmen sind mehr denn je auf Fachkräfte im Bereich der erneuerbaren Energien angewiesen. Studierende in diesem Feld sind auf der Suche nach entsprechenden Praktika, Abschlussarbeiten und Jobangeboten. 

Um Absolvent*innen und Unternehmen zu vernetzen, veranstaltet das CC4E am 8. Mai 2025 erneut die Karrieremesse zur Energiewende. Die CC4E-Karrieremesse wird 2025 unter einem Dach gemeinsam mit der Firmenkontaktmesse der HAW Hamburg stattfinden. Diese Messe vernetzt seit einigen Jahren Studierende und Unternehmen.

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