2026 ist in vielerlei Hinsicht ein spannendes Jahr. Schon jetzt kommen wir kaum zum Durchatmen: Weltpolitische Krisen und Kriege überschlagen sich und ihre direkten Auswirkungen spüren wir unter anderem bei unserer Energieversorgung. Diskussionen zu steigenden Kraftstoffpreisen und knappen Gasreserven sind inzwischen an der Tagesordnung. Gleichzeitig rücken die beabsichtigte Reform der Einspeisevergütung für Solaranlagen oder die Änderungen am Gebäudeenergiegesetz auf den Plan. Manches Mal könnte man dabei den Eindruck gewinnen, dass die Bemühungen, gegen den Klimawandel vorzugehen, dabei in den Hintergrund geraten oder zumindest weniger ambitioniert nachverfolgt werden.
Und doch kann 2026 immer noch ein wichtiges Jahr auf dem Weg zur Klimaneutralität werden, wenn zentrale Weichen gestellt werden: beispielsweise die bundesweite Vorgabe für Großstädte, ihre Pläne zur kommunalen Wärmeplanung bis Mitte 2026 vorzulegen. Im März dieses Jahres stellte Hamburg bereits einen Entwurf dazu vor. Für Aufschwung beim Wasserstoffhochlauf soll das im Februar 2026 beschlossene „Wasserstoff-Beschleunigungsgesetz“ sorgen und z.B. die nötige Infrastruktur sowie Genehmigungsverfahren zügiger, einfacher und digital vorantreiben.
Auch am CC4E stellen wir in diesem Jahr wichtige Weichen: An unserem Standort in Hamburg-Bergedorf entsteht ab April ein weiteres Forschungsgebäude. Hier werden wir gemeinsam mit Kooperationspartnern aus der Praxis die Entwicklung von Energiewende-Technologien vorantreiben und auch die breite Öffentlichkeit einladen, unsere Forschung aus nächster Nähe zu erleben.
Gleichzeitig endet 2026 nach neun Jahren unsere Forschungsinitiative X-Energy: Wissenschaftler*innen und Unternehmenspartner entwickelten zusammen praxistaugliche Lösungen für eine nachhaltige Energieversorgung. Dabei gingen aus den über 20 Teilprojekten zahlreiche Publikationen und zwei Ausgründungen hervor. X-Energy hat dem CC4E dabei geholfen, sich zu dem zu entwickeln, was wir heute sind. Wir konnten Wissen und Forschungsinfrastruktur aufbauen sowie zahlreiche Kooperationspartner gewinnen. Zahlreiche Folgeprojekte konnten bereits eingeworben und gestartet werden.
Ebenso geht es für das Norddeutsche Reallabor (NRL) in die heiße Phase. Unser partnerstarkes Verbundprojekt hat auf dem diesjährigen Transferworkshop offiziell seine Ergebnisphase eingeläutet, um dem Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE) in den kommenden Monaten wichtige Handlungsempfehlungen für das Vorankommen der Energiewende und den Hochlauf der Wasserstoffwirtschaft vorzulegen. Parallel dazu arbeiten wir schon daran, die bundeslandübergreifende Zusammenarbeit aus dem NRL und dessen Vorgängerprojekt NEW 4.0 auch längerfristig weiterzuführen.
Sie sehen: Neben dem erfolgreichen Ende von wichtigen CC4E-Forschungs- und Entwicklungsvorhaben sind die Weichen für zukünftige Projekte bereits gestellt. Zu diesen und weiteren Neuigkeiten lade ich Sie nun herzlich ein, durch den nachfolgenden Newsletter zu „blättern“.
Für die kommende Osterzeit wünsche ich Ihnen sonnige und entspannende Feiertage!
Ihr Mike Blicker
(Strategische Projektentwicklung und wissenschaftliche Teamleitung CC4E | Koordinator: Norddeutsches Reallabor NRL) |