während ich diese Zeilen aus Südeuropa schreibe, ist ein schwerer Waldbrand in meiner unmittelbaren Umgebung deutlich zu spüren. Rauch und Asche liegen in der Luft, Wege sind gesperrt und Verkehrsverbindungen betroffen. Für mich bedeutet das lediglich einige Einschränkungen. Für andere Menschen bedrohen solche Brände jedoch die Existenz oder sogar das Leben.
Auch in Deutschland hat uns in diesem Frühjahr und Sommer das Wetter beschäftigt: Auf ungewöhnlich warme und trockene Phasen folgten Hitze, kräftige Gewitter, Starkregen und Sturmböen. Solche Wetterextreme machen deutlich, dass die Folgen des Klimawandels auch bei uns zunehmend spürbar werden. Umso wichtiger bleibt die Aufgabe, den Klimawandel zu begrenzen und die Transformation unseres Energiesystems voranzutreiben. Genau daran arbeiten wir am CC4E – mit Forschung zu erneuerbaren Energien, Energieeffizienz und der Gestaltung nachhaltiger Energiesysteme.
Diese Transformation ist eine komplexe Gestaltungsaufgabe. Ein klimaneutrales Energiesystem erfordert nicht nur den Ausbau erneuerbarer Energien, sondern auch neue Lösungen für Speicherung, Übertragung, Verteilung und die Kopplung der verschiedenen Energiesektoren. Dabei müssen technische, wirtschaftliche, gesellschaftliche und ökologische Anforderungen gemeinsam betrachtet werden. Forschung kann dazu beitragen, die daraus entstehenden Zielkonflikte zu verstehen und tragfähige Lösungen zu entwickeln.
Ein gutes Beispiel dafür ist unser neues Forschungsprojekt RealBat. Beim Ausbau der Windenergie treffen Klimaschutz und Artenschutz unmittelbar aufeinander. RealBat entwickelt eine KI-gestützte Echtzeiterfassung der Fledermausaktivität an Windenergieanlagen. Ziel ist es, Fledermäuse gezielter zu schützen und gleichzeitig unnötige Abschaltzeiten der Anlagen zu vermeiden. Ich freue mich sehr, dass wir mit diesem Projekt am CC4E einen weiteren Beitrag dazu leisten können, die Energiewende nicht nur voranzubringen, sondern sie auch verantwortungsvoll zu gestalten.
RealBat ist eines der Themen, über die wir in diesem Sommer-Newsletter berichten. Darüber hinaus finden Sie hier weitere spannende Neuigkeiten aus dem CC4E: In den letzten Wochen waren unsere Kolleg*innen wieder viel unterwegs, ob zu Gast auf Fachveranstaltungen und Events, in spannenden Podcasts oder natürlich stets eifrig bei der Arbeit in den Projekten. Im Kontakt mit Wissenschaft, Wirtschaft, Politik, Medien und Gesellschaft wurde so einiges bewegt!
Schon fast Tradition ist die Teilnahme unseres Teams an der bundesweiten Aktion „Woche des Wasserstoffs“. Ende Juni 2026 luden wir zu diesem Anlass an unseren Forschungsstandort Bergedorf ein: An einem der heißesten Tage des Jahres (hier schließt sich der Kreis zum Eingangsthema) kamen wir in Vortrag und Führungen mit der breiten Bevölkerung und allen Interessierten ins gute Gespräch: über unsere Forschungsarbeit, News aus Projekten wie dem Verbundprojekt „Norddeutsches Reallabor“ sowie über unsere Weiterentwicklung am Standort Bergedorf – unter anderen mit einem künftig weiteren Forschungsgebäude.
Ich wünsche Ihnen einen sonnigen, aber gemäßigten Sommer und viel Freude beim Lesen des neuen Newsletters!
Ihre Prof. Dr. Tessa Taefi
(Stellvertretende Leitung CC4E) |